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Fahrradfahren ist für die meisten deutschen Jugendliche eine Selbstverständlichkeit. Bereits in jungen Jahren lernen viele Kinder Fahrrad fahren. Im Kleinkindalter wird mit dem Laufrad geübt oder später mit Stützrädern. Spätestens in der Grundschule steht dann eine theoretische und praktische Fahrradprüfung an, die zum Fahren im Straßenverkehr befähigt. Viele Jugendliche legen den Schulweg nach erfolgreichem Abschluss mit dem Fahrrad zurück. Auch in der Freizeit ist das Fahrrad für viele Jugendliche ein gutes Verkehrsmittel, um kurze Strecken schnell zurückzulegen.

Kaum vorstellbar, dass dies in anderen Ländern nicht der Fall ist!

Einige unserer jungen Frauen aus der Heilpädagogischen Gruppe, haben allerdings bis zu ihrer Ankunft in Deutschland noch nie auf einem Fahrrad gesessen. Der Wunsch dies zu lernen, ist aber meist von Beginn an da! Aus diesem Grund haben zwei unserer jungen Frauen dieses Jahr an einem Fahrradkurs teilgenommen. Dieser wurde von der GESTA e.V. und dem Sozialdienst katholischer Frauen in Aschaffenburg organisiert und richtete sich an Frauen jedes Alters.

Bereits im Februar dieses Jahres startete der Kurs. Bei kalten Temperaturen und nahender Dunkelheit waren die ersten Versuche auf dem Fahrrad gar nicht so einfach. Auch die Angst vor einem Sturz, konnte man den Teilnehmerinnen nicht so leicht nehmen. Bis zum Kursende im Juni konnten sich aber alle Teilnehmerinnen sicher auf dem Fahrrad fortbewegen. Durch die Hilfe vieler Freiwilligen, konnte stets Hilfestellung gewährleistet werden, was dem Lernen sehr zu Gute kam. Bei jedem Termin verbesserte sich die Leistung der Teilnehmenden und Runde um Runde wurde sichtbar, wie viel Spaß die jungen Frauen beim Fahren hatten. Zum Abschluss des Kurses bestand sogar die Möglichkeit bei einer Verkehrsschulung der Polizei teilzunehmen.

Unsere jungen Frauen konnten sich nach Kurssende, gegen eine kleine Spende, ein Fahrrad aussuchen. Der Kurs hat beiden viel Spaß, Fahrradfahren ist für sie nun auch eine Selbstverständlichkeit geworden.  

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