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Unser Beitrag am Faschingszug in Schöllkrippen drehte sich in diesem Jahr um das 20-jährige Jubiläum der Mutter-Kind-Einrichtung im Haus Mirjam. Bereits im Januar überlegten wir gemeinsam mit den Frauen, wie wir unser diesjähriges Motto: „20 Jahre blühendes Leben“ umsetzen könnten.

Schon beim Betreten des Cafés ‚Alte Schule‘ wurden die Bewohner*innen von einer wahren Explosion an Farben empfangen. Selbstgebastelte Dekorationen sorgten für eine feierliche Atmosphäre, überall strahlten bunte Luftballons und Girlanden.

Natürlich durften auch unsere Gaumen nicht zu kurz kommen. Die jungen Frauen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und bunte Drinks und zahlreiche Snacks vorbereitet, die nicht nur ein Augenschmaus waren, sondern auch vorzüglich schmeckten. Die farbenfrohe Tafel lud dazu ein, nach Herzenslust zu schlemmen.

Mit ansteckender Musik zum Tanzen und Mitsingen verwandelte sich das Café in einen Raum, der geradezu dazu einlud, dem Alltag zu entfliehen. Um die Stimmung noch weiter anzuheizen, wurden unterhaltsame Spiele organisiert. Eine abwechslungsreiche Scharade, Sketche und Aufführungen sowie lustige Challenges brachten alle Gäste zusammen und sorgten für fröhliches Gelächter.

Die Faschingsfeier war zweifellos ein voller Erfolg. Die jungen Frauen wurden in eine farbenfrohe Welt voller Spaß und Freude entführt. Es war ein Nachmittag des Lachens und der guten Laune.

In diesem Sinne: Lasst uns das Alltagsgrau hinter uns lassen und uns in einen wunderbaren Farbenrausch stürzen – denn das Leben ist viel zu kurz, um sich den bunten Momenten zu entziehen!

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Auftaktveranstaltung am 13. Januar 2024 in der Zehntscheune 

Mit einem Empfang und der Vernissage der Bilder von Rainer Bergmann in der Zehntscheune und der Alten Schule begannen die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr. Der Künstler und Berater hat in der Vergangenheit punktuell das Team der Mutter-Kind-Einrichtung als Supervisor begleitet. Passend dazu stellt er bis Ende September 2024 seine ausdruckstarken Bilder zum Thema „Beziehungen“ aus.

Die beiden wunderbaren Musikerinnen Mirjam Krausert und Christine Leban begleiteten die Eröffnungsreden mit einfühlsamen Liedern und webten mit ihren Texten einen roten Faden zu der Beziehungsgestaltung in der Mutter-Kind-Einrichtung. Auch bei der prägnanten Theaterszene war die wertschätzende Haltung den Bewohner:innen gegenüber zu spüren.

Der gelungene Abend mit vielen Gästen von nah und fern unter Einbeziehung der jungen Eltern und ihren Kindern klang mit der Aussicht auf weitere Höhepunkte zum Jubiläumsjahr aus.

Im Laufe des Jahres wird dieses Ereignis noch am 11. Mai zum Mirjamfest und am 7. September zu einem Kunsthandwerkermarkt mit Livemusik von „Rust Never Sleeps“ gefeiert.

Neue Traditionen schaffen -

In unserer Wohngruppe kommt es gar nicht so häufig vor, dass alle acht Bewohnerinnen gleichzeitig zu einer gemeinsamen Mahlzeit im Haus sind. Weihnachten bildet hierbei keine Ausnahme, weil viele unserer Bewohnerinnen die Weihnachtstage bei Freunden und Familie verbringen. Daher ist es uns umso wichtiger, vor den Feiertagen schon zusammen Zeit zu verbringen. Und so haben wir im letzten Jahr damit begonnen unsere HPG-Weihnachtsfeier bereits vor Weihnachten stattfinden zu lassen. In diesem Jahr haben wir erneut ein kleines Fest vor Weihnachten veranstaltet und hoffen, dass wir diese „Tradition“ in den kommenden Jahren fortführen können.

In diesem Jahr kochte eine Bewohnerin extra für unser Fest ein aufwändiges Drei-Gänge-Menü. Schon am frühen Mittag begannen die Vorbereitungen für den Abend. Um 18:30 Uhr versammelten sich dann alle Bewohnerinnen und Betreuerinnen der Wohngruppe im schön dekorierten ehemaligen Café zum gemeinsamen Essen. Auf dem Speiseplan standen eine Flädlesuppe, Rinderrouladen mit Rotkraut und Klößen und ein Tiramisu zum Nachtisch. Vorspeise und Hauptgang wurden sogar in zwei Versionen vorbereitet, vegetarisch und mit Fleisch. Alles wurde schön angerichtet, das Auge isst ja bekanntlich mit.

Für das leckere Essen gab es viel Zuspruch und Dankbarkeit. Im Anschluss fand eine kleine Bescherung statt, bei der die Bewohnerinnen bereits ihre Geschenke erhalten haben. Zusätzlich zu den gespendeten Geschenken des DM Drogeriemarkts Mömbris gab es vom Haus Mirjam in diesem Jahr Kinogutscheine, über die sich alle sehr gefreut haben. Zu stimmungsvollen Weihnachtsliedern wurden einige Erinnerungsfotos geschossen, danach wurde gemeinsam abgeräumt und der Abend lief in freudig-entspannter Atmosphäre aus.

Wir freuen uns schon fürs nächste Jahr wieder auf eine schöne gemeinsame Vorweihnachtsfeier.

WeihnnachtenHPG23

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit - unser alljährlicher Stand auf dem Sozialen Weihnachtsmarkt im malerischen Klostergarten hinter der Kapuzinerkirche in Aschaffenburg öffnete seine Pforten. Mit großer Vorfreude hatten wir unsere selbstgebackenen Köstlichkeiten und liebevoll handgemachten Produkte vorbereitet, um die Herzen der Besucher*innen zu erwärmen und ihnen eine besondere Auszeit zu schenken.

In unserer Großküche haben wir mit viel Liebe und Sorgfalt die heißbegehrten Quarkstollen gezaubert, die an diesem Tag zum Verkauf standen. Ergänzt wurden sie von selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen, fruchtigen Aufstrichen und würzigen Salzen - allesamt aus eigener Produktion.

Doch nicht nur kulinarische Genüsse gab es zu entdecken. Unser kreatives Selbstgemachtes zog die Blicke auf sich und lud zum Stöbern und Bestaunen ein. Wunderschöne Schlüsselanhänger aus Filz, handgefertigte Weihnachtskarten und Geschenkanhänger, weihnachtlicher Baumschmuck, zauberhafte Ketten und Ohrringe – alles in Handarbeit gefertigt. Jedes Stück erzählte seine eigene Geschichte und spiegelte die Liebe zum Detail wider.

Eine weitere besondere Überraschung waren unsere Geschenktüten, gefüllt mit kleinen Aufmerksamkeiten und gestaltet für diejenigen, die sich eine kurze Auszeit vom Alltagsstress gönnen wollen. Ein Moment der Ruhe und Besinnlichkeit, um die Seele zu wärmen und den Geist auf das Wesentliche zu fokussieren.

Der Tag des Verkaufs war gesegnet mit strahlendem Sonnenschein. Voller Freude und guter Stimmung erkundeten die Besucher*innen die Stände und ließen sich von der vorweihnachtlichen Atmosphäre verzaubern. Das Miteinander und die gegenseitige Wertschätzung der Menschen wurde spürbar und erfüllte den Tag mit einer besonderen Magie.

Der Soziale Weihnachtsmarkt im Klostergarten war nicht nur eine Möglichkeit, unsere selbstgefertigten Köstlichkeiten und Produkte mit anderen zu teilen, sondern auch ein Ort des Miteinanders und der freudvollen Begegnungen. Ein Tag, der die Vorfreude auf die bevorstehenden Feiertage entfachte.

Lasst uns den Zauber der Weihnachtszeit weitertragen und die Freude und Besinnlichkeit, die wir an diesem Tag erleben durften, mit allen teilen.

 

  

Eine Verwandlung, die das Herz höher schlagen lässt

  Im Frühjahr dieses Jahres hat in unserer Küche eine riesige Verwandlung stattgefunden.

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums unserer Mutter-Kind-Einrichtung zeigen wir bis Ende September 2024 in der Zehntscheune und der Alten Schule Bilder von Rainer Bergmann.

Am 1. Dezember geht es los – auf unserem Instagram Adventskalender öffnet sich das erste Türchen.
Seid dabei und folgt uns gerne auf Instagram unter stiftung.haus.mirjam

Anlässlich dem 25. November, dem internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Kindern, setzt das Haus Mirjam Zeichen! Wir schließen uns der Kampagne ZONTAs „Zonta says NO“ an mit:

Zeichen in Orange in Form von gemeinsam gestalteten Plakaten in der Mutter-Kind-Einrichtung und dem Internat
oranger Farbbemalung im Gesicht der Kolleginnen
Tanzangeboten mit orangefarbenen Leuchtstäben 
Bestrahlung der Gebäude in Orange

Auch innerhalb der wöchentlich stattfindenden Bewohner:innenversammlungen wurde „ZONTA – ORANGE THE WORLD - NEIN zu Gewalt gegen Frauen und Kinder“ zum Thema gemacht. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass niemand Gewalt ausgesetzt sein sollte, egal ob körperlich oder psychisch.

Anna Stiebitz

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Wie jedes Jahr, bereitete auch dieses Jahr unsere Kinderbetreuung das Martinsfest vor. Mittels Bilderbüchern und Liedern erfuhren die Kinder die Geschichte von St. Martin. Im Morgenkreis sangen die Kinder die Martinslieder mit - laut oder leise, je nach Temperament.

Kurz vor dem Fest bastelten die Mamas in gemütlicher Runde die Laternen für ihre Kinder, jede nach ihrer eigenen Vorstellung.

 Als es am 9. November dunkel wurde, durften die Kinder endlich ihre Laterne entzünden. Der Innenhof war mit Kerzen geschmückt und in einer Ecke entdeckten die Kinder plötzlich einen Bettler. Da kam auch schon St. Martin mit lautem Hufgetrappel angeritten. In einem kleinen Rollenspiel erzählten die Erzieherinnen die Martinsgeschichte.

… und dann ging der Umzug los, mit Kindergesang und geheimnisvoll strahlenden Laternen, immer den leuchtenden Kerzen hinterher durch die Finsternis. Für die Kleinen war es ein ganz besonderes Erlebnis, mit ihrer Laterne durch die Dunkelheit zu laufen. Zum Glück war Mamas Hand immer griffbereit.

Zum Abschluss erhielt jeder einen Weckmann und Punsch und bei gemütlicher Stimmung klang der Abend aus. 

 

  

Die Sozialen Einrichtungen haben wieder alles gegeben und gebastelt, gekocht und gebacken. Kommen Sie vorbei und suchen Sie etwas Schönes oder Köstliches aus, als Geschenk für sich oder andere.

 

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Gartenbeete in der Schichtmethode – „Lasagna Gardening“

In unserem Gartenbaubereich haben wir unsere Gemüsebeete nach der Lasagne - Methode angelegt. Mit der italienischen Nudelspezialität hat dies natürlich nichts zu tun.

Der Name spielt auf die einzelnen Schichten des Beetes an.

Wir haben uns dafür entschieden, weil wir so das Auflaufen von Kulturbeikräutern wirksam unterdrücken können. Durch das Abdecken und den Lichtmangel haben Brennnessel, Franzosenkraut und Co weniger Kraft zu wachsen.

Doch auch andere Gründe sprechen für die Anlage eines Lasagnebeetes:

  • Es kann auf nahezu allen Untergründen angelegt werden. Brachliegende Flächen können ohne Umgraben urbar gemacht werden. Ein Lasagne-Garten wird deshalb manchmal auch No-Dig-Garden genannt.
  • Die Anlage eines Lasagnegartens entspricht dem Gedanken der Permakultur. Gartenmaterialien (oder auch Küchenabfälle) verbleiben im Garten, zersetzen sich in wertvollen Kompost, auf dem die Pflanzen ohne Zugabe von weiteren Düngemitteln angebaut werden können.
  • Das Beet bereitet in der Folge nur wenig Arbeit. Später doch auflaufende Beikräuter können auf dem lockeren Untergrund leicht entfernt werden und es muss weniger gegossen werden, da die Komposterde gut die Feuchtigkeit hält.

Und so wird das Lasagnebeet angelegt:

  • Die gewünschte Fläche wird mit unbedruckter (!) Pappe ausgelegt. Je nachdem wie schnell die Zersetzung gewünscht ist, kann diese schon einmal kräftig durchnässt werden, damit Regenwürmer angelockt werden.
  • Danach werden die einzelnen Schichten ausgelegt: Rasenschnitt, Herbstlaub, Staudenrückschnitt, Laub von abgeerntetem Gemüse, Stroh, Stallmist, Komposterde aus dem Vorjahr usw. Wer es optisch ertragen kann, kann auch Küchenabfälle wie Salatblätter oder Kartoffelschalen einbringen.
  • Wichtig ist, dass mehrere Schichten entstehen, damit ein ausgeglichener Nährstoffboden entsteht. Die Schichten sollen nicht zu dick sein. Rasenschnitt z.B. zersetzt sich sonst nicht ordentlich, sondern entwickelt sich zu einer übelriechenden Jauche, die schnell in den Unterboden auswäscht.
  • Optimal ist es, die Schichten im Herbst anzulegen und dann über den Winter ruhen zu lassen. Im Frühjahr kann dann angepflanzt werden. Besonders gut wachsen in dem Substrat Kürbisse und Zucchini, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Nach der Ernte kann das Laub gleich wieder der neuen Garten-Lasagne zugeführt werden.

Diese Methode eignet sich besonders für den heimischen Garten und kann einfach nachgemacht werden!

Birgit Fellecke

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